Krankheitsbilder
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Entwicklungsstörungen, Sprachentwicklungsstörungen
Entwicklungsstörungen stellen in der Regel komplexe, mehrdimensionale Problemlagen dar, die motorische, kognitive, emotionale und sensorische Bereiche gleichzeitig betreffen können. Neben klassischen therapeutischen Verfahren kann daher der Einsatz von neuromodulatorischen Methoden sinnvoll sein, um grundlegende neuronale Regulationsprozesse zu unterstützen.
ILF-Neurofeedback, SCP-Neurofeedback und tDCS gehören zu den Verfahren, die auf die Stabilisierung der Selbstregulation des Nervensystems abzielen. Sie können helfen, Übererregung, Reizüberflutung, Aufmerksamkeitsprobleme oder Schwierigkeiten in der Impulskontrolle zu reduzieren.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Verfahren besteht darin, dass sie nur wenig aktive Mitarbeit des Kindes erfordern. Dadurch sind sie auch für Kinder zugänglich, die aufgrund ihrer Entwicklungsstörung zunächst nicht ausreichend von klassischen Therapieformen profitieren können. Häufig wird beobachtet, dass Kinder erst nach einer grundlegenden Stabilisierung durch Neurofeedback oder tDCS wieder besser ansprechbar, belastbarer und für weitere therapeutische Schritte zugänglich werden.
Die Verfahren können somit als unterstützende Bausteine dienen, um die Voraussetzungen für erfolgreiche pädagogische, psychotherapeutische, logopädische oder ergotherapeutische Interventionen zu verbessern.
ILF-Neurofeedback, SCP-Neurofeedback und tDCS gehören zu den neurophysiologisch orientierten Therapieansätzen, die darauf abzielen, diese Regulationsprozesse zu unterstützen und langfristig zu stabilisieren.
ILF-Neurofeedback
ILF-Neurofeedback arbeitet mit sehr langsamen Frequenzen, die an grundlegende Regulationsnetzwerke des Gehirns gekoppelt sind.
Allgemeine Gründe für den Einsatz:
● Unterstützung der Selbstregulation bei Übererregung oder Untererregung
● Verbesserung der Reizverarbeitung und Stressstabilität
● Förderung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und emotionaler Regulation
● Stabilisierung bei sensorischer Überforderung und schneller Ermüdung
Bei Entwicklungsstörungen, bei denen die Grundregulation häufig beeinträchtigt ist, kann ILF-Neurofeedback helfen, das Nervensystem widerstandsfähiger und ausgeglichener zu machen.
SCP-Neurofeedback
SCP-Neurofeedback trainiert langsame kortikale Potentiale, die mit Aktivierungs und Hemmungsprozessen im Gehirn zusammenhängen. Allgemeine Gründe für den Einsatz:
● Förderung der Fähigkeit, gezielt Aktivierung zu steigern oder zu senken
● Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung und der kognitiven Flexibilität
● Unterstützung bei Arbeitsgedächtnis, Aufgabenbeginn und Durchhaltevermögen
● Reduktion von impulsivem Verhalten durch bessere kortikale Hemmung
SCP-Training wird häufig bei Entwicklungsstörungen eingesetzt, bei denen die Regulation von Aktivierung und Aufmerksamkeit beeinträchtigt ist.
tDCS
tDCS ist ein nicht-invasives Verfahren, das mit schwachem Gleichstrom die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale moduliert. Allgemeine Gründe für den Einsatz:
● Unterstützung von Lernprozessen und neuronaler Plastizität
● Förderung von Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und exekutiven Funktionen
● Stabilisierung von Netzwerken, die bei Entwicklungsstörungen häufig unteraktiv oder dysreguliert sind
● Ergänzende Wirkung zu Neurofeedback oder Verhaltenstherapie
tDCS wird in der Forschung häufig als begleitendes Verfahren eingesetzt, um Lernprozesse im Gehirn zu erleichtern.
Studien
Method for treating children for psychical development disorders https://patents.google.com/patent/RU2248227C1/en
Schlafstörungen
Schlafstörungen treten in allen Altersgruppen häufig auf und entstehen meist durch ein Zusammenspiel aus Stress, emotionaler Anspannung, unregelmäßigen Schlafgewohnheiten, Reizüberflutung oder Schwierigkeiten in der körperlichen und mentalen Selbstregulation.
Die ambulante Polygraphie und die Aktigraphie können die Diagnostik bei Schlafstörungen und nicht erholsamem Schlaf objektiv und alltagsnah ergänzen. Beide Verfahren ermöglichen eine zuverlässige Einschätzung von Schlafqualität, SchlafWachRhythmus und nächtlichen Belastungsfaktoren.
Aktigraphie ist nicht invasiv, benutzerfreundlich und kann auch bei Kindern mit Schlafstörungen problemlos eingesetzt werden. Sie erfasst über mehrere Tage oder Wochen den natürlichen SchlafWachRhythmus und liefert damit ein realistisches Bild des Alltags.
Die ambulante Polygraphie bietet zusätzliche physiologische Parameter wie Atmung, Herzfrequenzmuster und Sauerstoffsättigung und ermöglicht eine differenzierte Beurteilung nächtlicher Störungen.
Da Schlaf ein zentrales Symptom in vielen Erkrankungen ist, eignen sich beide Methoden auch zur zuverlässigen Verlaufskontrolle. Veränderungen im Schlafverhalten können damit objektiv dokumentiert und therapeutische Entwicklungen nachvollziehbar gemacht werden.
Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können neuromodulatorische Verfahren eine wichtige ergänzende Rolle spielen, um grundlegende Regulationsmechanismen zu stabilisieren.
ILF, SCP und SMRNeurofeedback sowie Biofeedback können bei Schlafstörungen in allen Altersgruppen als wirksame, nichtmedikamentöse Ergänzung dienen. Sie stabilisieren das Nervensystem, verbessern die Selbstregulation und stärken die Fähigkeit, den eigenen Körper und seine Signale besser zu verstehen und zu beeinflussen.
Neurofeedback (ILF, SCP, SMR)
Neurofeedback ist ein nichtmedikamentöses Verfahren, das darauf abzielt, die neuronale Selbstregulation zu verbessern. Bei Schlafstörungen kann es unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau des Nervensystems stabilisiert,
● die Fähigkeit zur Herunterregulation vor dem Einschlafen verbessert,
● nächtliche Unruhe und Übererregung reduziert,
● durch SMRTraining die Schlafqualität und Schlafkontinuität positiv beeinflusst.
Ein wesentlicher Vorteil: Neurofeedback erfordert nur wenig aktive Mitarbeit, was es für Menschen jeden Alters zugänglich macht – auch für diejenigen, die sich schwer tun, Entspannungstechniken bewusst umzusetzen.
Biofeedback
Biofeedback fördert die Fähigkeit, körperliche Signale bewusst wahrzunehmen und aktiv zu beeinflussen. Es unterstützt:
● die Verbesserung der Selbstwahrnehmung (z. B. Atmung, Muskelspannung, Herzrate),
● die Entwicklung von Selbstwirksamkeit,
● die Fähigkeit, körperliche Anspannung gezielt zu reduzieren,
● eine bessere Vorbereitung auf den Schlaf.
Auch Biofeedback ist ein nichtmedikamentöses Verfahren und bietet einen strukturierten, gut nachvollziehbaren Weg, um Entspannung und Körperregulation zu erlernen.
Studien
Orakpo N, Yuan C, Olukitibi O, Burdette J and Arrington K (2022) Does Virtual Reality Feedback at Infra-Low Frequency Improve Centralized Pain With Comorbid Insomnia While Mitigating Risks for Sedative Use Disorder?: A Case Report. Front. Hum. Neurosci. 16:915376. doi: 10.3389/fnhum.2022.915376 Moore PT (2022)
Infra-low frequency neurofeedback and insomnia as a model of CNS dysregulation. Front. Hum. Neurosci. 16:959491. doi: 10.3389/fnhum.2022.959491
Schnarchen
Etwa 30 % der erwachsenen Bevölkerung schnarchen regelmäßig im Schlaf. Das Schnarchen verursacht nicht nur offensichtliche soziale Probleme, sondern ist auch ein Vorbote und eines der Hauptsymptome des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS). Dieses äußert sich durch Atemaussetzer während des Schlafs, gefolgt von lautem Aufschnappen nach Luft.
Bei schweren Formen des OSAS können pro Nacht bis zu 400–500 Atemstillstände auftreten, die jeweils eine Minute oder länger dauern (insgesamt bis zu 3–4 Stunden!). Dies führt zu einem akuten und chronischen Sauerstoffmangel während des Schlafs. Dies wiederum erhöht das Risiko für die Entstehung von:
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie),
- Herzrhythmusstörungen,
- Herzinfarkt,
- Schlaganfall,
- und dem plötzlichen Herztod im Schlaf erheblich.
AD(H)S
AD(H)S geht häufig mit Schwierigkeiten in Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Selbstregulation und emotionaler Stabilität einher.
Mit dem quantitativen EEG (qEEG) und dem QIKTest lässt sich die klassische AD(H)SDiagnostik evidenzbasiert ergänzen. Beide Verfahren ermöglichen eine objektivere Einschätzung von Aufmerksamkeitsleistung, Reaktionsstabilität und neurophysiologischen Mustern, die bei AD(H)S häufig verändert sind.
Darüber hinaus können qEEG und QIKTest zur objektiven Verlaufsbeobachtung eingesetzt werden. Veränderungen in der Selbstregulation, der Aufmerksamkeit oder der Reaktionsgeschwindigkeit werden damit messbar, sodass therapeutische Entwicklungen transparent und nachvollziehbar dokumentiert werden können.
Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können neuromodulatorische Verfahren wie Neurofeedback und tDCS eine wichtige ergänzende Rolle spielen, da sie auf grundlegende Regulationsmechanismen des Gehirns wirken.
Neurofeedback
Neurofeedback ist ein nichtmedikamentöses Verfahren, das die neuronale Selbstregulation trainiert. Bei ADHS kann es unterstützen, indem es:
● die Aufmerksamkeitssteuerung verbessert,
● die Impulskontrolle stärkt,
● Übererregung reduziert und innere Stabilität fördert,
● die Fähigkeit zur Selbstberuhigung verbessert.
In der S3Leitlinie „Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Kindes, Jugend und Erwachsenenalter“ (AWMFRegisternummer 028045) wird SCPNeurofeedback (Slow Cortical Potentials) als eine mögliche therapeutische Option aufgeführt. Damit gehört SCPNeurofeedback zu den leitlinienbasierten, nichtmedikamentösen Verfahren, die ergänzend eingesetzt werden können, um Aufmerksamkeitssteuerung und Selbstregulation zu unterstützen.
Ein weiterer Vorteil: Neurofeedback erfordert nur geringe aktive Mitarbeit, was es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gut zugänglich macht.
tDCS
tDCS ist ebenfalls ein nichtmedikamentöses Verfahren, das die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale moduliert. Es kann bei ADHS unterstützen, indem es:
● Lernprozesse und kognitive Funktionen erleichtert,
● die Aufmerksamkeitsleistung stabilisiert,
● exekutive Funktionen wie Planung und Arbeitsgedächtnis stärkt.
tDCS kann als ergänzender Baustein genutzt werden, um die Voraussetzungen für weitere therapeutische Schritte zu verbessern.
Studien
Schneider, H., Riederle, J. & Seuss, S. (2021). Therapeutic Effect of Infra-Low_Frequency Neurofeedback Training on Children and Adolescents with ADHD. In: Brain-Computer Interface, Vahid Asadpour ed., IntechOpen Limited, 2021:13, doi: 10.5772/intechopen.97938 Ahlstrand, P. & Grattbeck, M. Neurofeedback - ett behandlingsalternativ vid ADHD. (2013). Prinz, W. (2015). Neurofeedbacktherapie als Spezialtherapieangebot. Psychopraxis. Neuropraxis 18, 180–183. Flatz, T. & Gleußner, M. (2014). Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus. Pädiatrie & Pädologie 49, 22–27
Method of treating hyperkinetic behaviour syndrome in children https://patents.google.com/patent/RU2518233C1/en
Neurofeedback of Slow Cortical Potentials in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Multicenter Randomized Trial Controlling for Unspecific Effects https://www.neurocaregroup.com/de/news-insights/grosse-multizentrische-studie-bestaetigt-dass-scp-neurofeedback-als-therapie-von-adhs-wirksam-und-spezifisch-ist
Neuromotorische Unreife und Schwierigkeiten im Lernen
Neuromotorische Unreife kann in zu Schwierigkeiten im Lernen, in der Aufmerksamkeit, der Körperkoordination und der schulischen Leistungsfähigkeit führen. Persistierende frühkindliche Reflexe, unzureichend integrierte Bewegungsmuster und eine instabile Körperhaltung wirken sich häufig auf Konzentration, Schriftbild, Lesefluss, Ausdauer und Arbeitsorganisation aus. Neben klassischen pädagogischen und therapeutischen Maßnahmen können ergänzende neuromodulatorische und neurophysiologische Verfahren sinnvoll sein. Die INPP®Methode, Neurofeedback und tDCS bieten nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Ansätze, die die Reifung, Selbstregulation und Belastbarkeit des Nervensystems unterstützen. Dadurch können Kinder und Jugendliche schulisch stabiler, aufmerksamer und lernfähiger werden.
INPP®Methode
Die INPP®Methode arbeitet mit strukturierten Bewegungsprogrammen zur Integration persistierender frühkindlicher Reflexe und zur Reifung neuromotorischer Grundlagen. Sie unterstützt:
● die Verbesserung der Körperkoordination,
● eine stabilere Haltungs- und Blickmotorik,
● die Grundlage für Aufmerksamkeit, Lesen, Schreiben und Ausdauer,
● eine bessere schulische Belastbarkeit.
Durch die Reifung neuromotorischer Basisfunktionen können Lernprozesse effizienter und weniger anstrengend werden.
Neurofeedback
Neurofeedback ist ein nichtmedikamentöses Verfahren, das die neuronale Selbstregulation trainiert. Bei neuromotorischer Unreife und schulischen Problemen kann es unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau des Nervensystems stabilisiert,
● Aufmerksamkeit und Impulskontrolle verbessert,
● Stress- und Reizverarbeitung reguliert,
● die Fähigkeit zur Selbstberuhigung stärkt.
Ein wesentlicher Vorteil: Neurofeedback erfordert nur geringe aktive Mitarbeit, wodurch es auch für Kinder geeignet ist, die sich schwer tun, komplexe Strategien bewusst umzusetzen.
tDCS
tDCS ist ebenfalls ein nichtmedikamentöses Verfahren, das die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale moduliert. Es kann Lern- und Aufmerksamkeitsprozesse unterstützen, indem es:
● kognitive Funktionen wie Arbeitsgedächtnis und Planung erleichtert,
● die Aufmerksamkeitsleistung stabilisiert,
● Lernprozesse im Gehirn unterstützt.
tDCS kann als ergänzender Baustein genutzt werden, um die Voraussetzungen für schulisches Lernen zu verbessern.
Studien
Studien:https://inpp.info/forschung
Autismus-Spektrum-Störungen
Bei AutismusSpektrumStörungen zeigen sich häufig Herausforderungen in Selbstregulation, Reizverarbeitung, Aufmerksamkeit, emotionaler Stabilität und sozialer Belastbarkeit. Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können neuromodulatorische Verfahren wie ILFNeurofeedback, SCPNeurofeedback und tDCS eine wichtige ergänzende Rolle spielen, da sie auf grundlegende Regulationsprozesse des Nervensystems wirken.
Ein wesentlicher Vorteil von Neurofeedback und tDCS besteht darin, dass sie nur wenig aktive Mitarbeit des Kindes erfordern. Dadurch sind sie besonders geeignet für Kinder, die aufgrund ihrer ASSSymptomatik zunächst nicht ausreichend von klassischen Therapieformen profitieren können.
Häufig wird beobachtet, dass Kinder erst nach einer grundlegenden Stabilisierung durch Neurofeedback oder tDCS:
● besser ansprechbar,
● emotional belastbarer,
● aufnahmefähiger werden und dadurch für weitere therapeutische Schritte zugänglich sind.
Neurofeedback
ILF und SCPNeurofeedback gehören zu den neurophysiologisch orientierten Therapieansätzen, die darauf abzielen, die Selbstregulation des Gehirns zu unterstützen und langfristig zu stabilisieren. Sie können helfen, indem sie:
● Übererregung und Reizüberflutung reduzieren,
● emotionale Stabilität fördern,
● Aufmerksamkeit und Stressverarbeitung verbessern,
● Rückzugstendenzen und Überforderung mindern.
tDCS
tDCS ist ein nichtmedikamentöses Verfahren, das die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale moduliert. Es kann unterstützen, indem es:
● kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis erleichtert,
● Lernprozesse stabilisiert,
● die Belastbarkeit im Alltag verbessert
ILFNeurofeedback, SCPNeurofeedback und tDCS können als unterstützende Bausteine dienen, um die Voraussetzungen für erfolgreiche pädagogische, psychotherapeutische oder ergotherapeutische Interventionen zu verbessern. Sie stabilisieren das Nervensystem, fördern Selbstregulation und erleichtern damit den Zugang zu weiteren Therapieformen.
Studien
Rauter, A., Schneider, H. & Prinz, W. (2022). Effectivity of ILF Neurofeedback on Autism spectrum disorder – a Case Study. Front. Hum. Neurosci. 16. Prinz, W. (2015). Neurofeedbacktherapie als Spezialtherapieangebot. psychopraxis. neuropraxis 18, 180-183. (in German) Flatz, T. & Gleußner, M. (2014). Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus. Pädiatrie & Pädologie 49, 22–27. Othmer S. & Othmer S.F. (2011). Neurofeedback for the Autism Spectrum. In K. Siri and T. Lyons (Eds.), Cutting-Edge Therapies for Autism (262-267). Skyhorse Publishing. Rauter, A., Schneider, H., Prinz, W. & Study, C. (2022). Effectivity of ILF Neurofeedback on Autism Spectrum Disorder — A Case Study. Front. Hum. Neurosci. 16, 1–6
Application of gliatilin and transcranial micropolarisation in treatment of children with autistic disturbances https://patents.google.com/patent/RU2429831C2/en
Stress, Burnout
Stress und Burnout gehen häufig mit einer Überlastung des autonomen Nervensystems, erhöhter körperlicher Anspannung, Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten und einer verminderten emotionalen Belastbarkeit einher. Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können Biofeedback und Neurofeedback als nichtmedikamentöse Verfahren sinnvoll eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu unterstützen.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Verfahren besteht darin, dass sie nichtmedikamentös sind und direkt auf physiologische Prozesse wirken. Sie fördern die Selbstregulation im autonomen Nervensystem und unterstützen Menschen dabei, wieder belastbarer, ausgeglichener und handlungsfähiger zu werden.
Biofeedback
Biofeedback macht körperliche Prozesse wie Atmung, Muskelspannung oder Herzrate sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● die Selbstwahrnehmung körperlicher Stressreaktionen,
● die Entwicklung von Selbstwirksamkeit,
● die Fähigkeit, das autonome Nervensystem aktiv zu beruhigen,
● eine nachhaltige Reduktion von Stresssymptomen.
Durch die direkte Rückmeldung lernen Menschen, ihren Körper gezielt zu regulieren und Anspannung abzubauen.
Neurofeedback
Neurofeedback ist ein nichtmedikamentöses, neurophysiologisch orientiertes Verfahren, das auf die Stabilisierung der Selbstregulation im Gehirn abzielt. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau des Nervensystems ausgleicht,
● Stressverarbeitung und emotionale Stabilität verbessert,
● Übererregung reduziert,
● Konzentration und innere Ruhe fördert.
ILFNeurofeedback, SCPNeurofeedback und SMRTraining wirken auf zentrale Regulationsnetzwerke und können langfristig zur Stabilisierung beitragen.
Studien
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Depressionen, Angststörungen und PTBS
Depressionen, Angststörungen und PTBS gehen häufig mit einer Dysregulation des autonomen Nervensystems, erhöhter körperlicher Anspannung, Schlafstörungen, Reizüberflutung und einer verminderten emotionalen Belastbarkeit einher. Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können Neurofeedback, Biofeedback, tDCS und AlphaThetaTraining als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu unterstützen.
Biofeedback
Biofeedback macht physiologische Prozesse wie Atmung, Muskelspannung oder Herzrate sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● die Selbstwahrnehmung körperlicher Stressreaktionen,
● die Entwicklung von Selbstwirksamkeit,
● die aktive Beruhigung des autonomen Nervensystems,
● ine nachhaltige Reduktion von Anspannung und Stress.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf zentrale Netzwerke, die bei Depression, Angst und PTBS häufig dysreguliert sind. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau stabilisiert,
● emotionale Regulation verbessert,
● Übererregung und Hypervigilanz reduziert,
● innere Ruhe und Belastbarkeit fördert.
AlphaThetaTraining kann zusätzlich tiefe Entspannungszustände unterstützen und den Zugang zu emotionaler Verarbeitung erleichtern.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale und kann:
● kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit und Antrieb erleichtern,
● emotionale Stabilität fördern,
● Lern und Veränderungsprozesse im Gehirn unterstützen.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Diese Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie fördern die Selbstregulation im autonomen Nervensystem und können Menschen dabei unterstützen, wieder belastbarer, ausgeglichener und emotional stabiler zu werden.
Studien
Depression
Grin-Yatsenko, V. A. et al. (2018) Infra-low frequency neurofeedback in depression: Three case studies. NeuroRegulation 5, 30–42. Grin-Yatsenko, V. A., & Kropotov, J. D. (2020). Effect of infra-low frequency neurofeedback on the functional state of the brain in health and depressed individu als. In H. W. Kirk (Ed.), Restoring the brain: Neurofeedback as an integrative approach to health (2nd ed.). Routledge, pp. 244-255. Tschiesner, R. Infra-Low-Frequency Neurofeedback Treatment in Dysthymia : A Case Study. Behav. Sci. (Basel). 13, (2023)
Posttraumatische Belastungsstörungen
Gerge, A. (2020). A multifaceted case-vignette integrating neurofeedback and EMDR in the treatment of complex PTSD. European Journal of Trauma & Disso ciation, 4(3), 100157. Nilsson, R. M. & Nilsson, V. (2014). Neurofeedback Treatment for Traumatized Refugees-A Pilot Study. Lund University, Department of Psychology. Othmer, S., Othmer, S. F. & Legarda, S. B. (2011). Clinical Neurofeedback: Training Brain Behavior. Treat. Strateg. Pediatr. Neurol. Psychiatry 2, 67–73. Othmer, S. & Othmer, S. F. (2009). Post Traumatic Stress Disorder—The Neurofeedback Remedy. Biofeedback 37, 24–31. Dahl, M. G. (2020). Neurofeedback with PTSD and traumatic brain injury. In H. W. Kirk (Ed.), Restoring the brain:Neurofeedback as an integrative approach to health (2nd ed.). New York, NY: Routledge, pp.256-284. Spreyermann, R. (2022). Case Report : Infra-Low-Frequency Neurofeedback for PTSD : A Therapist ’ s Perspective. Front. Hum. Neurosci. 16. Winkeler, A., Winkeler, M. & Imgart, H. (2022). Infra-Low Frequency Neurofeedback in the Treatment of Patients With Chronic Eating Disorder and Comorbid Post-Traumatic Stress Disorder. Front. Hum. Neurosci. 16, 1–11. Kirk HW and Dahl MG (2022) Infra Low Frequency Neurofeedback Training for Trauma Recovery: A Case Report. Front. Hum. Neurosci. 16:905823. doi: 10.3389/fnhum.2022.905823
Essstörungen
Essstörungen gehen häufig mit einer gestörten Stress und Emotionsregulation, erhöhter körperlicher Anspannung und einer Dysbalance im autonomen Nervensystem einher. Neben psychotherapeutischen Kernverfahren können Neurofeedback und Biofeedback als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Ergänzungen eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu stabilisieren und therapeutische Prozesse zu unterstützen.
Biofeedback
Biofeedback macht physiologische Prozesse wie Atmung, Herzrate oder Muskelspannung sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● die Reduktion von Stress und Anspannung,
● eine verbesserte Körperwahrnehmung,
● die Beruhigung des autonomen Nervensystems,
● mehr Stabilität in belastenden Situationen.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf Netzwerke, die bei Essstörungen häufig dysreguliert sind. Es kann unterstützen, indem es:
● emotionale Übererregung reduziert,
● Impulskontrolle und Stressverarbeitung verbessert,
● innere Stabilität und Belastbarkeit stärkt,
● dysfunktionale Regulationsmuster abschwächt.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Beide Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie können helfen, die Selbstregulation zu stärken, Stressreaktionen zu reduzieren und die Voraussetzungen für erfolgreiche psychotherapeutische Arbeit bei Essstörungen zu verbessern.
Studien
Chirita-Emandi, A., & Puiu, M. (2014). Outcomes of neurofeedback training in childhood obesity management: A pilot study. Journal of Alternative and Comple mentary Medicine, 20(11), 831–837. Leong, S. L., Vanneste, S., Lim, J., Smith, M., Manning, P., & De Ridder, D. (2018). A randomised, double-blind, placebo-controlled parallel trial of closed-loop in fraslow brain training in food addiction. Scienti c reports, 8(1), 1-9. Winkeler, A., Winkeler, M. & Imgart, H. (2022). Infra-Low Frequency Neurofeedback in the Treatment of Patients With Chronic Eating Disorder and Comorbid Post-Traumatic Stress Disorder. Front. Hum. Neurosci. 16, 1–11
Chronische Schmerzen
Chronische Schmerzen gehen häufig mit einer Dysregulation des autonomen Nervensystems, erhöhter Muskelanspannung, Schlafstörungen und einer veränderten Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem einher. Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können Neurofeedback, tDCS und Biofeedback als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu unterstützen und die Schmerzverarbeitung langfristig zu stabilisieren.
Biofeedback
Biofeedback macht physiologische Prozesse wie Muskelspannung, Atmung oder Herzrate sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● die aktive Reduktion von Anspannung,
● die Beruhigung des autonomen Nervensystems,
● eine verbesserte Körperwahrnehmung,
● eine nachhaltige Verringerung schmerzverstärkender Stressreaktionen.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf zentrale Netzwerke, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind. Es kann unterstützen, indem es:
● Übererregung im Nervensystem reduziert,
● die Schmerzempfindlichkeit moduliert,
● emotionale Stabilität und Belastbarkeit verbessert,
● chronische Stress und Schmerzschleifen abschwächt.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind. Es kann:
● die Schmerzwahrnehmung beeinflussen,
● die Reizverarbeitung stabilisieren,
● die Fähigkeit zur Selbstregulation stärken.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Diese Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie unterstützen Menschen mit chronischen Schmerzen dabei, ihr Nervensystem zu stabilisieren, Stressreaktionen zu reduzieren und wieder mehr Kontrolle über ihre körperliche Belastbarkeit zu gewinnen.
Studien
Orakpo N, Yuan C, Olukitibi O, Burdette J and Arrington K (2022) Does Virtual Reality Feedback at Infra-Low Frequency Improve Centralized Pain With Comorbid Insomnia While Mitigating Risks for Sedative Use Disorder?: A Case Report. Front. Hum. Neurosci. 16:915376. doi: 10.3389/fnhum.2022.915376
Migräne
Migräne ist häufig mit einer Dysregulation des autonomen Nervensystems, erhöhter Stressanfälligkeit, veränderter Schmerzverarbeitung und einer Übererregbarkeit zentraler Netzwerke verbunden. Neben klassischen therapeutischen Maßnahmen können Neurofeedback, Biofeedback und tDCS als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu unterstützen und die Migräneanfälligkeit langfristig zu reduzieren.
Biofeedback
Biofeedback macht physiologische Prozesse wie Muskelspannung, Atmung oder Herzrate sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● die aktive Reduktion von Anspannung,
● die Beruhigung des autonomen Nervensystems,
● eine verbesserte Stressverarbeitung,
● die Verringerung migräneauslösender Belastungsfaktoren.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf Netzwerke, die bei Migräne häufig übererregt oder instabil sind. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau des Gehirns stabilisiert,
● die Reizverarbeitung harmonisiert,
● Stress und Schmerzempfindlichkeit reduziert,
● die allgemeine Belastbarkeit verbessert.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale, die an der Migräneentstehung beteiligt sind. Es kann:
● die Schmerzverarbeitung beeinflussen,
● die neuronale Übererregbarkeit reduzieren,
● die Selbstregulation des Nervensystems stärken.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Diese Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie unterstützen Menschen mit Migräne dabei, ihr Nervensystem zu stabilisieren, Stressreaktionen zu reduzieren und die Häufigkeit sowie Intensität von Migräneepisoden langfristig zu beeinflussen.
Studien
Migräne und Kopfschmerzen Dobrushina, O., Arina, G., Osina, E. & Aziatskaya, G. (2017). Clinical and psychological con rmation of stabilizing effect of neurofeedback in migraine. European Psychiatry, 41. Arina, G. A. et al. (2022). Infra-Low Frequency Neurofeedback in Tension-Type Headache : A Cross-Over Sham-Controlled Study. Front. Hum. Neurosci. 16, 1–9. Legarda SB, Michas-Martin PA and McDermott D (2022) Remediating Intractable Headache: An Effective Nonpharmacological Approach Employing Infralow Frequency Neuromodulation. Front. Hum. Neurosci. 16:894856. doi: 10.3389/fnhum.2022.894856 https://www.neurocaregroup.com/hubfs/neuroCare_May_2021/pdf/neuroConn_tDCS_Effektivitaetsstudien_de.pdf
Kognitive Störungen
Kognitive Störungen – etwa in Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit oder mentaler Belastbarkeit – gehen häufig mit einer Dysregulation zentraler neuronaler Netzwerke einher. Neben klassischen diagnostischen und therapeutischen Verfahren können qEEG, Neurofeedback und tDCS als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Ansätze eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu unterstützen und kognitive Funktionen zu stabilisieren.
qEEG
Das qEEG ist ein evidenzbasiertes diagnostisches Verfahren, das Neuromarker für Aufmerksamkeits, Verarbeitungs und Regulationsstörungen sichtbar machen kann. Es ermöglicht:
● eine objektive Darstellung neurophysiologischer Muster,
● die Ergänzung der klassischen Diagnostik,
● eine fundierte Grundlage für individualisierte neurophysiologische Therapieansätze.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf Netzwerke, die für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Informationsverarbeitung relevant sind. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau stabilisiert,
● die Reizverarbeitung harmonisiert,
● Konzentration, mentale Ausdauer und kognitive Leistungsfähigkeit verbessert.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale, die an kognitiven Funktionen beteiligt sind. Es kann:
● Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis erleichtern,
● Lern und Veränderungsprozesse unterstützen,
● die kognitive Belastbarkeit verbessern.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Diese Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie können helfen, die Selbstregulation zu stärken, kognitive Funktionen zu stabilisieren und die Voraussetzungen für weitere therapeutische oder rehabilitative Schritte zu verbessern.
Prüfungsvorbereitung und PeakPerformanceTraining (Hochleistungsfähigkeit)
Bei intensiver Prüfungsvorbereitung und Situationen mit hoher Leistungsanforderung spielen Aufmerksamkeit, Stressregulation, mentale Ausdauer und emotionale Stabilität eine zentrale Rolle. Neurofeedback, Biofeedback und AlphaThetaTraining können als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren eingesetzt werden, um diese Fähigkeiten gezielt zu unterstützen und die Leistungsfähigkeit zu optimieren.
Biofeedback
Biofeedback macht physiologische Prozesse wie Atmung, Herzrate oder Muskelspannung sichtbar und trainierbar. Es fördert:
● eine gezielte Stressreduktion,
● die Beruhigung des autonomen Nervensystems,
● eine verbesserte Körperwahrnehmung,
● stabile Konzentrations und Belastungsfähigkeit.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf Netzwerke, die für Aufmerksamkeit, Fokus und mentale Stabilität entscheidend sind. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau optimiert,
● Konzentration und Reaktionsstabilität verbessert,
● mentale Ausdauer und Leistungsfähigkeit steigert,
● Prüfungsstress reduziert.
AlphaThetaTraining
AlphaThetaTraining fördert tiefe Entspannungszustände und verbessert den Zugang zu kreativen, intuitiven und emotional stabilen Zuständen. Es kann:
● Prüfungsangst reduzieren,
● mentale Klarheit fördern,
● die Fähigkeit verbessern, unter Druck ruhig und fokussiert zu bleiben.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Diese Methoden sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie unterstützen Menschen dabei, Stress zu reduzieren, Fokus und Selbstregulation zu stärken und in Prüfungssituationen eine Hochleistungsfähigkeit (Peak Performance) zu erreichen.
Studien
The potential of infra-low frequency neurofeedback training in peak performance: The first double-blinded placebo-controlled longitudinal study in healthy adults https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38759495/
Rehabilitation nach Schlaganfall bei Aphasien und erworbenen Sprechstörungen
Nach einem Schlaganfall treten häufig Aphasien und andere erworbene Sprach und Kommunikationsstörungen auf. Diese gehen nicht nur auf strukturelle Hirnschäden zurück, sondern auch auf eine gestörte neuronale Selbstregulation und eine Dysbalance in funktionellen Netzwerken, die für Sprache, Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit relevant sind. Neben klassischer Logopädie können Neurofeedback und tDCS als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren die Rehabilitation sinnvoll ergänzen.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und unterstützt die Reorganisation funktioneller Netzwerke nach Schlaganfall. Es kann:
● die Aufmerksamkeit stabilisieren,
● die Verarbeitungsgeschwindigkeit verbessern,
● die Sprachabruf und Sprachproduktionsfähigkeit unterstützen,
● Erschöpfbarkeit und Übererregung reduzieren.
Durch die Stabilisierung zentraler Netzwerke wird die Grundlage für sprachtherapeutische Fortschritte gestärkt.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit sprachrelevanter Hirnareale und kann die neuronale Plastizität fördern. Es kann:
● die Sprachproduktion und den Wortabruf erleichtern,
● die Effektivität der Logopädie erhöhen,
● Lern und Reorganisationsprozesse im Gehirn unterstützen.
tDCS wird häufig begleitend zur Sprachtherapie eingesetzt, um deren Wirkung zu verstärken.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
Neurofeedback und tDCS sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie können helfen, die Selbstregulation des Gehirns zu stabilisieren, die kognitive Belastbarkeit zu verbessern und die sprachliche Rehabilitation nach Schlaganfall gezielt zu unterstützen.
Nikotinabhängigkeit
Nikotinabhängigkeit ist eine chronische, neurobiologisch verankerte Erkrankung, die durch starke körperliche und psychische Abhängigkeit gekennzeichnet ist. Eine ärztlich begleitete Tabakentwöhnung bietet strukturierte Unterstützung, medizinische Beratung und eine engmaschige Begleitung während des Entzugs. Ergänzend können tDCS und Neurofeedback als nichtmedikamentöse, neurophysiologisch orientierte Verfahren eingesetzt werden, um die Selbstregulation zu stärken und Entzugssymptome zu reduzieren.
tDCS
tDCS moduliert die Erregbarkeit bestimmter Hirnareale, die an Impulskontrolle, Belohnungsverarbeitung und Craving beteiligt sind. Es kann:
● das Verlangen nach Nikotin reduzieren,
● die Entzugssymptomatik abmildern,
● die Fähigkeit zur Selbstkontrolle stärken,
● Rückfallrisiken senken.
Neurofeedback
Neurofeedback trainiert die neuronale Selbstregulation und wirkt auf Netzwerke, die bei Suchterkrankungen häufig dysreguliert sind. Es kann unterstützen, indem es:
● das Erregungsniveau stabilisiert,
● Stress und Anspannung reduziert,
● emotionale Stabilität fördert,
● impulsives Verhalten und Suchtdruck abschwächt.
Besonderer Vorteil dieser Verfahren
tDCS und Neurofeedback sind nichtmedikamentös und wirken direkt auf physiologische und neuronale Regulationsmechanismen. Sie können die ärztlich begleitete Tabakentwöhnung sinnvoll ergänzen, indem sie:
● die Selbstregulation stärken,
● Entzugssymptome reduzieren,
● die Rückfallprävention unterstützen,
● die Belastbarkeit während des Entwöhnungsprozesses verbessern.